Wie Online Redakteure Webtexte optimal strukturieren

Machen Sie dem Besucher Ihrer Seite das Lesen so einfach wie möglich

Der User kommt auf Ihre Seite und möchte als Erstes und schnellstmöglich die Kernaussage erfassen, die ihm der Webtext vermitteln soll. Um dem User den Einstieg und das Lesen zu vereinfachen, strukturieren Sie Ihren Webtext.

„Content wird immer wichtiger!“ und was ist daran jetzt neu?

„Content wird immer wichtiger.“, diese Aussage hört man auf beinahe jeder Online-Marketing Tagung. Die Webtexte auf einer Seite waren schon immer wichtig. Wir kaufen ja auch kein Buch ohne Inhalt. Vor einigen Jahren war der Aufbau von Webtexten auf vielen Internetseiten noch Nebensache. Seit die Suchmaschinen jedoch guten Inhalt „belohnen“, wird immer mehr darauf geachtet und einzigartige Webtexte rutschen zunehmend in den Fokus der Seitenbetreiber.

Textwüsten wo man hinschaut: Eine Qual für die Augen

Viele von Ihnen kennen die unendlichen, unstrukturierten Textwüsten auf diversen Internetseiten. Glauben Sie mir, dass sich niemand einen solchen Webtext von oben bis unten durchlesen wird. Es gibt heutzutage sogar noch Webmaster, die PDFs eins zu eins ins Netz stellen – traurig aber wahr. Wenn man sich allerdings mit dem Strukturieren eines Webtextes beschäftigt und sich an gewisse Grundregeln hält, kann man auch aus einer Textwüste einen ansehnlichen und gut lesbaren Text erstellen.

Die Grundstruktur eines Webtextes ist vergleichbar mit einem Bauwerk

Webtexte sind wie Bauwerke

Grundstruktur eines Webtextes ist vergleichbar mit der Statik eines Bauwerks

Die Überschrift informiert vorab über den Inhalt

Die Überschrift ist das Erste, was der Leser liest. Sie gibt ihm erste Informationen darüber, worum es in Ihrem Webtext geht. Die Überschrift trägt einen großen Teil dazu bei, ob der User weiterliest oder nicht. Aus diesem Grund muss die Überschrift eines Webtextes informativ und relevant für die Zielgruppe sein. Die Schlagzeile bringt das Thema auf den Punkt. Die Überschrift muss, prägnant und einprägsam formuliert sein. Wenn es erforderlich ist, kann die Überschrift auch mit einer weiteren Unterüberschrift ergänzt werden.

Der Teaser dient als Vorspann und Lockmittel

Der Teaser ist der wichtigste Teil des Webtextes. Zusammen mit der Überschrift dient er auf Start- und Übersichtsseiten als Einstieg. Er baut auf der Überschrift auf und vertieft den Inhalt des nachfolgenden Textes. Ein Teaser sollte nicht mehr als drei Zeilen lang sein. Seine Aufgaben sind es, den User neugierig zu machen und ihn dazu zu animieren, auf den Link zur eigentlichen Story zu klicken. Beantworten Sie in Ihrem Teaser folgende Frage: Wer macht Was mit Wem und Warum?

Teaser-Formen in Webtexten

Die Teaser-werden in verschiedene Formen unterteilt:

  • Summarische Teaser – Beantworten alle W-Fragen auf einen Schlag.
  • Modifizierter Teaser – Stellen das Wesentliche kurz und prägnant in einem Satz dar.
  • Anonymer Teaser – Werden verwendet, wenn Namen oder genaue Identifikationen von Personen und von Sachen keine wesentliche Rolle spielen.
  • Unterhaltende Teaser – Werden auch kommentierende Teaser genannt und werden verwendet, um Spannung aufzubauen, indem noch keine wichtigen Informationen preisgegeben werden.

Der Fließtext nach dem Prinzip der umgekehrten Pyramide

Dieser Teil des Textes ist der Umfangreichste. Um hier übersichtlich zu arbeiten, ist es wichtig, die Informationen in kleine Häppchen zu unterteilen. Diese Häppchen leiten Sie wiederum mit Zwischenüberschriften ein. So bekommt der User mehr Leseeinstiege und kann den Text besser scannen. Pro Gedanke ein Abschnitt - Das können Sie sich als eine kleine Brücke merken. Bauen Sie den Fließtext nach dem Prinzip der umgekehrten Pyramide auf. Das Wichtigste gehört an den Anfang des Textes. Lockern Sie Ihren Text durch Aufzählungen und Bilder auf. Ein bewährtes Mittel, um den User im Text zu navigieren, ist das „Fetten“ von wichtigen Wörtern oder Textpassagen. Hintergrundinformationen gliedern Sie in gesonderte Textmodule auf. So kann der User bei Interesse selbst entscheiden, ob er weiterklickt oder nicht.

Bilder vermitteln Emotionen

Texte mit Bildern zusammen wirken stärker und können Emotionen noch intensiver vermitteln. Bilder lockern den Text auf, dienen als Blickfang und stehen dem Text um nichts nach. Bilder ergänzen den Text und machen Personen oder Geschehnisse greifbarer.

Bildtexte stehen auf einer Stufe mit der Überschrift

Bildtexte nehmen beim Scannen einer Internetseite einen hohen Stellenwert ein. Der Blick des Lesers gleitet vom Bild auf die Bildunterschrift. So kann es passieren, dass er den Bildtext liest, bevor er die eigentliche Überschrift erfasst hat. Nehmen Sie sich beim formulieren des Bildtextes Zeit und seien Sie sorgsam.

Alle Bausteine müssen harmonieren und eine Einheit bilden. Wenn Sie das erreichen, haben Sie die ersten wichtigen Grundlagen erlernt. In den folgenden Beiträgen geht es dann an den Feinschliff der einzelnen Bausteine.

Grafik: © Robert Crum, fotolia.com

 

Schlagwörter:

Keine Kommentare

Leave a Reply